Geschichten

Werk-statt-Schule e.V.

Bild von W.

In Neustadt am Rübenberge, wo W. nach seinem Aufenthalt in Friedland in einer Unterkunft für Geflüchtete unterkam, war für ihn das Sozialamt ein wichtiger Ort, weil er dort seinen Antrag auf Asyl stellte. Seit 2017 nimmt er bei der Organisation Werk-statt-Schule e.V. an einer Maßnahme zur Integration in den Arbeitsmarkt teil. Dort fühlt W. sich wohl und schätzt es sehr, dass alle mit Respekt behandelt werden. W. malt bei unserem Treffen ein Bild von der Organisation. Auf der Rückseite finden wir nachher eine Zeichnung der Flagge von Syrien, seiner Heimat.

Türkisch-arabische Lebensmittelläden

Panorama am Steintor

Für viele Menschen bedeutet  Heimat nicht nur der Ort, an dem sie sich zuhause fühlen oder aktuell wohnen. Für manche bleibt ein Teil der Heimat immer der Ort an dem sie aufgewachsen sind. So sind bilden zum Beispiel  Gerüche, Produkte und auch Lebensmittel eine emotionale Brücke an diesen Ort.
Diese Dinge wieder wahrzunhemen, und auch Menschen, die die gleiche Sprache sprechen und vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ist für viele Menschen sehr angenehm. Hierzu kommen sie gerne in die türkisch-arabischen Lebensmittelläden am Steintor.

Stichkanal Limmer

Stichkanal am Limmer – By Christian Schröder [CC BY-SA 3.0
Zum Ankommen in einer neuen Stadt gehört es für T. Menschen zu treffen. Er kam vor ca. zwei Jahren von Eritrea nach Deutschland. Einer seiner Lieblingsorte in Hannover ist der Kanal bei der Brunnenstraße in Linden-Limmer. Von da kann man die Schiffe beobachten, die auf dem Kanal fahren. Im Sommer ist T dort gern mit Freunden zum Schwimmen und Grillen. Wenn man dann zu viel Bier trinkt, muss man aufpassen, sagt er, weil der Fluss da ganz schön tief sei, das könne gefährlich sein.

Welfengarten

Andree Stephan: Das Welfenschloss heute – Eigenes Werk – CC-BY-SA-3.0

T. kommt gebürtig aus Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt und ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen. Sie ist vor fünf Jahren nach Hannover gekommen und in die Nordstadt gezogen. Am E-Damm konnte sie alle wichtigen Erledigungen machen: Dort waren nahe ihrer Wohnung eine Bank, eine Apotheke, ein Biomarkt, ein Café und der Wochenmarkt auf dem Klagesmarkt. Sie hielt sich viel in der Bibliothek der Uni auf und verbrachte ihre Freizeit viel im Welfengarten hinter dem Schloss, wo sie mit Freunden im Sommer grillte. Beim Ankommen in Hannover war es für T wichtig, Freunde zu finden und mit ihnen Zeit zu verbringen.

Der Welfengarten
Der Wunsch

Bundespolizeiinspektion Hannover

Als V. im Hauptbahnhof in Hannover ankam und Asyl beantragen wollte, sprach er die Menschen auf der Straße an. Doch alle ignorierten ihn, niemand antwortete auf seine Fragen. So ging V. zur Polizeistelle in der Kurt-Schumacher-Straße, wo ihm weitergeholfen wurde. Die Polizist*innen gaben ihm Infos zum Asylantrag und kümmerten sich für ihn um ein Ticket und eine Übernachtung im Hotel. V. möchte in Zukunft gern in Frieden in Deutschland leben und studieren.

Disco Bella Wuppdich

Als U. vor ca. 30 Jahren nach Hannover zog, war er viel in der Disco „Bella Wupp Dich“ zum Tanzen und Leute kennenlernen; man verabredete sich zum Tee trinken zu Hause und zum Feiern. Neben Freunden und seinem neuen zu Hause war U. auch ein Arbeitsplatz wichtig, um richtig in Hannover anzukommen.

Das Ursprüngliche Bella Wuppdich ist mittlerweile geschlossen.